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02.05.

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Mein Leben als digitale Nomadin

Als das Fernweh unerträglich wurde, gab ich meine Wohnung in Bayern auf und stieg mit dem Job als Reiseautorin in der Tasche und einem 1,5 Jahre alten Kind an der Hand in den Flieger nach Bangalore in Südindien. Solange das Internet einigermaßen stabil ist, kann ich als freie Texterin ortsunabhängig arbeiten.

Wie ich zum digitalen Nomadentum fand

2012 habe ich den ersten Schritt gewagt. Für geplante sechs Monate bin ich nach Asien gereist. Dass daraus mehr als ein Jahr werden würde, wusste ich zu dem Zeitpunkt nicht. Für die Auszeit kündigte ich meinen Job als HR-Manager, vermietete meine Wohnung in München unter und packte meinen 65l-Rucksack. Auf einem abenteuerlichen Trip durch Indien, Thailand und Indonesien bestaunte ich nicht nur die Schönheit des Taj Mahal, praktizierte Yoga und lernte Tauchen, sondern stellte auch fest, dass Reisen meine Passion ist. Steile Karriereleitern und lange Partynächte sind nichts im Vergleich zu dem süßen Geschmack der Freiheit, den ich auf bunten Basaren und tropischen Sandstränden empfand und immer noch empfinde.

Texterin Julia und ihre Tochter auf Reisen
Texterin Julia und ihre Tochter auf Reisen

Ortsunabhängigkeit will bezahlt werden

Doch wie kann der Fernwehsüchtige ein ortsunabhängiges Leben dauerhaft finanzieren? Verzweifelt recherchierte ich kreuz und quer durch das Internet. Begriffe wie digitales Nomadentum und Online-Business waren damals noch Rarität. Die deutsche Bloggerszene war gerade dabei sich zu entwickeln. Irgendwann stieß ich auf die Webseite von TripsByTips. Ein Talent für Sprachen und eine fast 10-jährige Erfahrung als Reiseverkehrskauffrau sollten für die Autorenstelle Qualifikation genug sein – deshalb bewarb ich mich. Dem wackeligen Internet auf einer winzigen Insel Sumatras ist es zu verdanken, dass ich den Prozess im Jahr 2012 zunächst nicht abschloss.

In der Welt unterwegs als freie Texterin

Dazu kam es dann aber rund zwei Jahre später. Da war ich gerade auf meiner zweiten Langzeitreise am Kudle-Beach in Südindien. Zu dem Zeitpunkt stand für mich fest, dass es kein Zurück in alte Strukturen und Jobs in Deutschland geben wird. Mein kurzer Ausflug in die Texterwelt endete rasch, als ich feststellte, dass ich schwanger war. So hieß es erst einmal wieder zurück nach Deutschland, Nest bauen und mein Kind bekommen. Der Traum vom ewigen Reisen ließ mich keinen einzigen Tag los. Es musste doch möglich sein, auch mit Kind die Welt zu sehen! Zunächst gründete ich meinen Blog Trippingtribe und besann mich schließlich Anfang 2017 auf TripsByTips. Als das Fernweh unerträglich wurde, gab ich meine Wohnung in Bayern auf und stieg mit dem Job als Reiseautor und einem 1,5 Jahre alten Kind in den Flieger nach Bangalore. Der Aufschrei von Bekannten, Freunden und Bloglesern war groß, ebenso wie das Unverständnis darüber, dass man mit einem Kleinkind nach Indien zieht.

Hafen von Gili Air
Am Hafen von Gili Air, einer kleinen Insel vor Lombok in Indonesien

Zwischenstopp Bali

Seit Juli 2017 wohnen wir auf Bali. TripsByTips hat mir das Tor zur Welt und meinen Träumen geöffnet. Ich bin unendlich dankbar für diese geniale Möglichkeit, unterwegs Geld zu verdienen und zeitlich so flexibel zu sein, dass ich die Kinderbetreuung alleine schaffe. Bali ist toll für Familien, weil es hier eine super Infrastruktur mit westlichen Produkten, Spielplätzen und medizinischer Versorgung gibt. Zugleich ist die indonesische Insel ein exotisches Paradies mit kilometerlangen Sandstränden, Vulkanen, Regenwald und freundlichen Menschen. Unsere Homebase ist in Ubud. Hier finden wir eine große Start-up- und Nomaden-Szene sowie Spielkameraden für meine Tochter. Bali ist traumhaft, wird aber sicher nicht unsere letzte Station sein. Dank meines Jobs kann ich überall leben und arbeiten, solange das Internet einigermaßen stabil ist. Immer wieder kontaktieren mich Menschen, die von einem unabhängigen Leben träumen. Ich rate immer zu einer Bewerbung bei TripsByTips. Wenn du die Zusage als Autor in der Tasche hast, kannst du direkt packen und losziehen. Uns gehört die Welt!

Was du als Texter auf Reisen unbedingt im Gepäck haben solltest

  • Laptop, Mobiltelefon, Ebook-Reader und die entsprechenden Ladegeräte
  • Kreditkarte/n
  • Auslandreisekrankenversicherung
  • Gute Schuhe fürs Vulkantrekking
  • Badeschuhe
  • Kleine Reiseapotheke für den Notfall
  • Pullover oder leichte Jacke für arktisch heruntergekühlte Transportmittel/Geschäfte

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One Comment

  • Reiseblog says:

    Klingt schon aufregend und auch ich habe mich oft mit dem Gedanken gespielt, aber irgendwie ist es doch schön immer wieder nach Hause zu kommen – gerade jetzt wo auch bei mir eine kleine Tochter dort wartet… 🙂

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